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Montag, 11. Juli 2016

Balkan3.0 - Tag3

Geschlafen haben wir beide super. Trotzdem bin ich für den langen Abend recht früh wach. Die Sonne kommt gerade über die Bäume und ich schnappe meine Knipse und ziehe los.
Das kleine Bungalowdorf ist noch total ruhig und ich bin der einzige der schon auf ist.
Schön und ruhig ist es. Der Bach plätschert und die Sonnenstrahlen bahnen sich langsam durch die Äste.
Mietbungalows
unser Heim
Erdgeschoss - Küche und Dusche sind auch vorhanden
Obergeschoss - 4 bequeme Betten
Etwas später erscheint dann auch der Inhaber und seine Frau. Ich quatsche kurz mit ihm und habe das Gefühl, dass er sein kleines Dorf sehr gern hat. Er hofft, dass in Zukunft mehr Gäste kommen.
Zudem nutze ich die Chance, auch im Haupthaus zwei Bilder zu knipsen. Für alle die es interessiert:

Homepage: klick
Lage: klick - 44.393098, 16.981840





Als ich an unserer Hütte zurück bin, ist auch bereits Tommy erwacht. Er scheint auch schon länger auf zu sein und kocht sich bereits Kaffee. Wir schnappen unsere Teller und schmieren uns lecker Brote auf der Bank vor dem Haus.
Ca eine Stunde später sitzen wir auch schon wieder ganz relaxed auf den Mopeds und bewegen uns auf die nächste Sehenswürdigkeit zu. Diese ist nicht weit von uns entfernt. Es sind die kleinen Mühlen Mlinčići kurz vor Jajce. Wir parken Mr White und Mr Black im schatten eines Baumes und sehen uns die Kleinen genauer an. Ist schon wirklich interessant wie das Wasser durch die vielen keinen Kanäle geleitet wird. Die meisten sind zwar schon völlig zerstört aber Wasser findet bekanntlich immer einen Weg.




Als wir wieder los wollen kommt dann doch der Parkplatzwächter vorbei. Wir sind ganz erstaunt, als uns dieser in einem sehr guten Deutsch anspricht. Gebühr will er keine von uns. Stattdessen möchte er wissen woher wir kommen und wohin war als nächstes fahren. Nach einem ca zehn minütigen Ratsch verabschiedet er sich von uns. Neue Touris sind mit dem PKW gekommen.  ;-)

Die Sonne brennt inzwischen gewaltig vom Himmel. Keine Wolke in Sicht und es hat schon >30°C.
Ich muss gestehen, man schwitzt dann schon ein wenig in der Mopedklamotte.
Das nächste Ziel ist nicht weit. Wir wollen uns den Wasserfall in der Stadt Jajce ansehen. Als wir dort ankommen hat es auch hier nicht viel Touristen. Zuerst wollen wir unsere Mopeds wieder frech im Schatten abstellen und so evtl der Parkgebühr entkommen. Denn auch hier rennt ein Herr in oranger Jacke mit Block und Stift rum. Da kommt ein Einheimischer ums Eck und stellt sich als Jasmin vor. "Hi, Jasmin, Jasmin from Jajce. I help you. Parking here not good. Police".
Stattdessen sollen wir unsere Mopeds 200m weiter neben seinem Stand parken. Erst zweifeln wir ein wenig. Aber dann nehmen wir das Angebot an. Jasmin spricht noch kurz mit dem Parkplatzwächter und dieser möchte jetzt keine Gebühr von uns. Super, passt. Zudem bietet Jasmin an, Solange auf unsere Sachen auf zu passen. Navi und Co verschließen wir trotzdem im Topcase bei Tommy. ;-)
Wir machen uns auf und erkunden den Wasserfall. Immerhin ist er in der Liste von UNESCO.


Später zurück an unseren Mopeds ist Jasmin immer nach artig da und bewacht unsere alten Kisten. Jacken, Helme, ... alles unverändert vorhanden. Als Dankeschön drücken wir Jasmin von Jajce 3KM in die Hand. Das entspricht genau der Parkgebühr die wir sonst hätten zahlen müssen.

Weitere Tagesziele habe ich für heute nicht mehr auf meinem kleinen Zettel. Also brechen wir auf nehmen die Bundesstraße Richtung Mostar. Dort wollen wir uns morgen gleich in der Früh die Legendäre Brücke und den kleinen Altstadtkern ansehen. Wir reihen uns also in die Autoschlange ein und fahren gemütlich vor uns hin. Überholen macht nicht viel Sinn. Ich verstehe nicht warum diese Strecke so beliebt ist. Man fährt hier voll im Autokorso mit. Die Landschaft ist schon super. Vor allem der Teil der parallel zum Fluss Rama und dem Stausee führt. Ab und an stoppen wir für ein Bildchen und nutzen auch das Wasser für eine Spatzenwäsche.



Kurz vor Mostar stoppen wir noch ein mal. Wir packen die Karte aus und suchen nach Markierungen für Campingplätze. In dem Vorort Blagaj sind einige eingezeichnet. Also steht das schon mal fest. Und tatsächlich. Als wir in den Ort einbiegen springen einem schier unzählige Schilder mit Autocamp ins Gesicht. Wir entscheiden uns für den Autocamp Blagaj. Da er den Zusatz Riverside mit im Namen hat. Als wir ankommen werden wir gleich sehr freundlich von zwei Damen in Empfang genommen. Wir können uns gerne erst umsehen und dann entscheiden ob wir bleiben möchten. Der Campingplatz ist nicht sonderlich groß. Ich mag das ja. Der Preis ist auch ok und wir finden einen guten Platz für unsere beiden Dackelgaragen. Also bleiben wir. Noch bevor wir unsere Zelte aufschlagen gönnen wir uns ein Ankommbierchen. Dieses geht sogar aufs Haus.

Abends sitzen wir am Fluss und gönnen uns Abendessen. Und was ist man natürlich in Bosnien? Klar: Cevapcici.

Heute verschwinden wir etwas früher in unseren Zelten. Gute Nacht!


Sonntag, 10. Juli 2016

Balkan3.0 - Tag2

Guten Morgen Tag2,

die Sonne scheint uns beiden bereits ins Gesicht als wir aus unseren Dackelgaragen kriechen.
Aber bevor wir weiter aufbrechen schmeißen wir noch den Campingkocher für Kaffee an. Etwas zum Beißen gibt es natürlich auch. Wir haben noch Brot und Aufstrich in den Koffern.
Von unseren Frühstückstisch aus genießen wir einen tollen Blick direkt auf den schönen Fluss Una.


Wir waren über Nacht die einzigen Gäste mit Zelt. Außer uns gab es noch ein älteres Paar mit dem Womo. Gegen 9:00Uhr haben wir Mr White und Mr Black wieder beladen. Wir zahlen noch fix die Platzgebühr und brechen auf.
Unser erstes Tagesziel ist nicht weit weg. Ihr kennt es bestimmt noch von letztem Jahr. Den Tipp gab mir damals der Kellner vom Campingplatz. Der Wasserfall Štrbački buk.
Aber bevor wir dort ankommen passiert mir noch ein Malheur. Besser gesagt. Zefix! Mir rutscht das Vorderrad auf einer "Sandbank" weg. Uns so lege ich mich bei ca 40-50km/h voll auf die ...
Als erstes weiß ich gar nicht was mir da jetzt eigentlich passiert ist. Noch bevor Tommy ankommt bleibt schon ein Einheimischer mit seinem Pickup stehen. Ich verstehe natürlich kein Wort. Und habe eigentlich nur meinen schmerzenden Fuß im Kopf. "Wehe der ist hin! Der Urlaub geht doch gerade erst los." Und schon kommt auch Tommy ums Eck. Gemeinsam mit dem Einheimischen stellen wir mein Gute wieder auf die Räder. Mr Black sieht soweit ganz gut aus. Die Scheibe hat sich etwas aus den Haltern gedrückt, die Seitenverkleidung ist angebrochen und hier und da ein paar Kratzer. Kratzer am Bike stören mich schon lange nicht mehr. Koffer und Sturzbügel haben alles gut abgefangen.  Aber mein Fuß tut weh. Langsam ziehe ich ihn aus dem Schuh. Mein Fuß ist bei dem Sturz genau Zwischen Koffer und Teer gewesen. Habe wohl aus Reflex den Fuß von der Raste genommen. Etwas angeschwollen wirkt er. Ich habe nicht das Gefühl, dass etwas gebrochen oder gerissen ist. Und wie es so sein soll, habe ich mich genau neben einen Friedhof gelegt. Welche Ironie. Aber der "Landeplatz" bietet allerdings auch etwas durchaus praktisches. Er ist genau neben einer Wasserquelle. Tada! Ich halte den Fuß sofort zum Kühlen unter das kalte Nass. Fotos? Gibt es keine. Vielleicht auch besser so.
Tommy gibt mir noch zwei seiner 800er IBU und nachdem der größte Schrecken erstmal verdaut ist brechen wir ca 45min später weiter auf. Sofort merke ich, dass der Ellbogen wohl auch einen Schlag bekommen hat. Kann gerade noch so den Gasgriff fest halten. Ich denke mir. Zum Glück ist der Wasserfall nur noch ein paar Kilometer. Allerdings führt der Weg über eine noch nicht asphaltierte Piste. Noch bevor wir dort ankommen bitte ich Tommy doch noch mal ein kleines Päußchen zu machen. Und so schlüpfe ich, an einem schicken Picknickplatz, aus der Klamotte und kühle mich im Fluss nochmal ab.


Tommy fragt mich nochmal, ob ich nicht doch zu einem Doc will. Stattdessen bitte ich ihn um eine weiter IBU. Ich möchte allerdings weiter. (Geht doch gar nicht. Am Tag zwei schon Schluss mit Urlaub?) Auf zum Wasserfall und danach sehe ich schon ob ich weiter fahren kann oder nicht. Es ist zum Glück schon wieder rechte Fuß. (Insider wissen was ich sechs Wochen davor mit ihm angestellt habe). Den Rechten kann ich zum Glück einfach auf der Fußraste parken. Blöde Sprüche gehen schon wieder leicht von der Zunge. Also kann es nicht so schlimm sein. ;-)


Am Wasserfall angekommen sind wir nicht die einzigen Besucher im Nationalpark. Es hat sich einiges getan. Der Getränkestand hat jetzt eine feste Theke und vier Mann sind fleißig damit beschäftigt einen überdachten Sitzbereich auf zu stellen.
Jetzt aber los. Wir begeben uns auf den Holzstegen zum 25m hohen Wasserfall. Einfach super dort.




Unser nächster Stop ist Martin Brod. Der Fuß ist so weit ok. Die IBUs wirken auch gut und ich werde jetzt auch nicht weiter auf ihn eingehen. Er ist ja nicht ab. :-P
Kurz vor Martin Brod stoppen wir nochmal. Dort hat es eine der vielen Behelfsbrücken. Das Interessante an dieser ist der Ausblick von der Brücke und dass die alte Brücke noch im Fluss Una liegt.


Sehr kurz später sind wir auch schon in Martin Brod. Wir genießen kurz das tolle Wasserfallflair mitten im Ort und fahren über die kleine, rote Hängebrücke.



Als nächstes Ziel habe ich uns einen Bergsee gesucht. Eigentlich hatte ich diesen für den Mittagsstop eingeplant. Die Uhr zeigt uns aber, dass es bereits früher Nachmittag ist. Mein Navi kennt den Weg dorthin leider nicht. Und für mein neues Handy habe ich leider noch keine Halterung. Also fahren wir mal nach Karte. Und da wir so gute Navigatoren sind finden wir natürlich nicht auf Anhieb den richtigen Abzweig. Um uns mal wieder zu orientieren halten wir wieder an einer der vielen Wasserquellen die es im Balkan überall hat. Einheimische sind auch gerade zum Flaschenfüllen vor Ort. Kurzer Ratsch mit ihnen und sie sagen uns, dass wir ca 3-4km zurück müssen. Ganz stolz zeigt uns der Besitzer des Transportes noch, dass er diesen aus Deutschland geholt hat. Der DEKRA-Aufkleber ist noch auf der Hecktüre. Noch bevor wir die Karte hinter meiner Scheibe verstaut haben brechen die drei Männer mit ihrem Transporter auf. Und siehe da, 4km weiter steht da der Transporter und wartet bereits auf uns. Sie zeigen uns den Abzweig und wünschen uns noch eine schöne Reise.
Ins geheim freue ich mich schon. Führt der Weg doch großteils durch den Wald. Jiha! "Transengebiet." Aber auch hier sollten wir die Piste lieber nicht verlassen.



Oben am See angekommen ist der Ausblick echt schick. Ein paar Einheimische sind am See zum baden.


Wir packen allerdings nicht mehr unseren Kocher aus. Wir wollen weiter. Denn unser Tagesziel ist wieder ein Highlight. Anfangs sind wir zwei uns nicht über die weitere Route einig. Aber am Ende kann ich Tommy doch überzeugen, dass es mit Sicherheit eine Verbindung zur nächsten Straße gibt. Ich möchte nicht den gleichen Weg zurück und dann umständlich mit 40km das kleine Gebirge umfahren. Im Zweifel kann man ja immer Umdrehen. ;-)
Und siehe da. Die Piste ist echt super und wir beide haben einen riesigen Spaß. Allerdings lassen wir großen Abstand. Verdammt ist das staubig hier. Sogar im Wald. Hier hat es mit Sicherheit seit Wochen nicht mehr geregnet. Runter vom Berg und am Ende der Waldzone haben wir einen tollen Ausblick. In der Ferne kann man auch schon die Hauptstraße R408 sehen.




Die R408 bin ich 2015 bereits gefahren. Daher weiß ich noch, dass diese noch nicht asphaltiert ist und mit vielen Schlaglöchern übersät ist. Als wir endlich auf der M15 ankommen sehen unsere Mopeds aus wie frisch verputzt. Jetzt ist es nur noch ein Katzensprung bis zur heutigen Unterkunft.
Noch bevor die Sonne untergeht erreichen wir unser Ziel: Bungalows Zelenkovac
Diese hatte ich im Streetview entdeckt. In BiH hat es zwar kein Streetview. Allerdings hat es einige "Photo Spheres". Und einer davon ist dieser: klick. Als ich diesen sah war mir klar, dass ich dort nächtigen möchte. Noch bevor die Sonne komplett verschwindet schieße ich noch schnell ein Bild.


Der Besitzer ist schnell identifiziert und er hat für uns sogar noch eine Hütte frei. Der Spaß ist zwar nicht ganz so günstig (20KM pro Person) aber es lohnt sich wirklich. Wir bekommen eine der ältesten Hütten zugewiesen. Bj 1920. Ich bin mir jetzt schon sicher, dass ich am nächsten Morgen bei mehr Licht noch einige Bilder knipsen werde.
Doch bevor wir uns die Unterkunft ansehen wollen, entscheiden wir uns für eine Ankommhalbe auf den doch noch gelungenen Tag. Gerade als wir uns setzen wollen winken uns zwei leicht angetrunkene Einheimische recht engagiert zu sich an den Tisch. Sie haben bereit für uns zwei Bier bestellt. Super! Sie können allerdings kein Englisch oder Deutsch. Wir kein Bosnisch. Also ist das Gespräch sehr lustig. Der eine versucht uns mit zu teilen, dass er Mopedfahrer liebt. Ich muss auch den ein oder anderen Kuss auf die Backe aushalten. :-P   Zu dem klopft er ständig auf mir rum. Naja. Immerhin ist so der Staub von der Piste bald ab. Unsere Bierchen sind noch nicht mal halb leer schon wird von den beiden fleißig nachbestellt. Ok. kann man ja schlecht ablehnen. Bei Bier drei steigen wir dann aus. Hier mal ein Bild von den beiden:


Als nächstes beziehen wir endlich unser heutiges Heim. Wirklich kuschlig. Bilder werde ich euch am Tag 3 zeigen. Nach der Dusche begeben wir uns gegen 22:00Uhr doch noch in das Haupthaus. Wir essen noch etwas. Der Besitzer hat sogar noch etwas da und wärmt es für uns. Kurz später kommen wir dann mit weiteren Gästen ins Gespräch und der Abend endet recht spät.

Bis auf den Start war es ein sehr sehr geiler Tag! Viel gesehen, viel erlebt und so fallen wir beide in unsere Betten und knacken sofort weg.


Ok. Kurze erwähne ich ihn doch noch mal. Die Socke geht gerade noch drüber und er hat ein tolles Batikmuster bekommen.



Samstag, 9. Juli 2016

Balkan3.0 - Tag1

Guten Morgen,

ist ist 7:00Uhr als der Wecker klingelt. Unsere Mopeds sind bereits bepackt und so machen sich Tommy und ich uns langsam und gemütlich auf den Weg. Und natürlich darf das Start-Poser-Bild nicht fehlen:

Tom und Tommy

Der heutige Tag besteht fast ausschließlich aus Anreise. Wir wollen noch heute bis Bihac in BiH fahren. Einen tollen und gemütlichen Campingplatz hatte ich bereits 2015 in Bihac gefunden. Mal sehen ob uns nichts in die Quere kommt.
In Trostberg besuchen wir nochmal fix die Bank um uns mit etwas Bargeld ein zu decken und ziehen anschließend auf dem schnellsten Weg bis nach Salzburg. Dort tanken wir nochmal voll und schießen mit dem Pickerl bewaffnet auf der Autobahn Richtung Villach dahin. Der Verkehr ist recht angenehm und wir kommen sehr flott mit den 130km/h voran. Am Tauern werden wir gleich nochmal zur Kasse gebeten und selbst dort hat es keine lange Schlange. Läuft doch super!
Als wir nach Villach auf die Autobahn Richtung SLO fahren blinken schon die ersten Warntafeln. 10km Stau vor dem Karawankentunnel. Hmpf! Und so quetschen wir uns durch die Autos immer weiter nach vorne. Manche zeigen Verständnis und machen sogar Platz. Andere versuch den Weg zu versperren. Und da ist sie dann, die nächste Zahlstelle. Auf eine Abkühlung im Tunnel können wir uns trotzdem nicht freuen. Aus Erfahrung weiss ich, dass es im Karawanken sehr warm ist.
Als ich den Tunnel verlasse fällt mir auf, Das Tommy nicht hinter mir ist. Wo steckt denn der schon wieder. Großen Abstand bin ich ja gewohnt. Aber so groß. Also bleibe ich an der nächsten Ausfahrt stehen und warte. Was bleibt mir auch anderes übrig.
Ca 20min später taucht Tommy auf. Sein Mr White hat mitten im Tunnel den Dienst eingestellt. Er konnte sich gerade noch in eine der Pannenbuchten schleppen. Kein Sprit mehr. Er konnte das Problem aber fix lösen. Ein kräftiger Zug am Unterdruckschlauch vom Benzihnhahn und schon kam wieder Sprit. 2016 hat irgendwie den Wurm drin. Bei der CZ-Runde mein Mr Black. Und jetzt Mr White mitten im Tunnel. :-D
Tommy gönnt sich jetzt auch erstmal einen kräftigen Schluck Wasser und dann geht es mit den zuvor gekauften SLO-Pickerln weiter Richtung Ljubljana und anschließen Richtung Zagreb. Wir fahren allerdings nicht bis Zagreb. Wir verlassen die Autobahn bereits bei Novo Mesto und nehmen stattdessen die schön kurvige Bundesstraße 105 nach Kroatien. In Karlovac entdecken wir eine kleine Ausstellung mit Fahrzeugen aus dem Bürgerkrieg. Wir bleiben hier kurz stehen und knipsen ein paar Bilder. Ich kannte zwar schon Bilder von der "aufgespießten" MiG-21 aus anderen Berichten. Wusste aber nicht, dass es in Karlovac ist.



Von Karlovac aus nehmen wir die Bundesstraße direkt nach Bihac. Aber bevor es über die Grenze geht möchte ich Tommy noch das alte Flugfeld zeigen. Dieses befindet sich kurz vor dem Grenzübergang. Als erstes fahren wir die stark bewachsene Kaserne ab. Und wagen sogar den ein oder anderen Blick in die zum Teil schon eingestürzten Gebäude:






Als nächstes schlängeln wir uns durch die stark eingewachsenen Straßenreste zum alten Flugzeug. Dort treffen wir bereits ein Trupp von drei holländischen Burschen die mit einem Auto vom Carbage Run unterwegs sind. Kurzer Smalltalk und später werden wir sie auf der Startbahn ca 3km weiter wieder treffen. Was mir als erstes beim Flugzeug auffällt, dass die beiden MiGs nicht mehr da sind. Zudem wurde aus der Propellermaschine der Boden rausgenommen. Tommy und ich blödeln trotzdem auf dem alten Wrack herum.





Als nächstes wollen wir die Startbahn und die Flugzeugtunnel von dem alten Flugfeld untersuchen.
Diese sind, wie oben schon beschrieben, etwa 3km weiter. Eine alte Straße an der sich ein paar Häuser befinden führt dort hin. Ein älterer Herr winkt uns. Wir bleiben kurz stehen. Es ist recht amüsant ihm zu zu sehen wie er mit Gestiken, Händen und Füßen uns versucht mitzuteilen, dass es dahinten spannend ist und wir doch auf Minen achten sollen.
Als wir dort ankommen bin ich recht erstaunt, dass die Start- und Landebahn noch so gut erhalten ist. In den Tunneln wagen wir uns nicht recht weit. Sie sind sehr dunkel und seltsam riechender, dichter Nebel kommt aus ihnen heraus. Kurz später sind wir auch schon damit beschäftigt Speedraces auf der Startbahn zu absolvieren. Ich treibe meinen Mr Black in Drehzahlbereiche die er nicht oft spüren darf. :-P Am Ende der Startbahn angekommen werfe ich einen Blick aufs Navi. Dieses behauptet doch glatt, dass wir jetzt bereits in BiH sind. Ups. Und plötzlich kommt uns ein Auto auf der Startbahn entgegen. Hmmm? Ist das die Grenzpolizei? Als es näher kommt erkennen wir, dass es die drei Holländer sind.
Zurück geht es wieder mit Vollgas. Ich lasse den drei Jungs etwa 500m Vorsprung. Schon nach etwa 1000m habe ich sie dann eingeholt und donner mit ca 160km/h an ihnen vorbei. Was ein Spaß!





Die Sonne kommt immer tiefer und tiefer. Langsam sollten wir los. Also geht es ab zur Grenze. Diese ist ja nicht weit. Ca 5 Autos sind vor uns. Ruck zuck haben wir die EU verlassen und nehmen den schnellsten Weg nach Bihac. Dort suchen wir uns noch einen Geldautomaten und wir decken uns mit KM (Konvertible Mark) ein. Ich finde diese Währung immer wieder klasse. Ist die Umrechnung doch die selbe wie zu unserer damaligen DM. Und bei den Preisen in BiH fühlt man sich wieder in die Jugend zurück versetzt. Kurzer Zwischenstop noch an einen der vielen Minimarkets und dann ab zum Campingplatz. Kurz später geht die Sonne auch schon unter und wir gönnen uns lecker traditionelles Cevabcici im Restaurant direkt am Fluss.

Gute Nacht zusammen


Freitag, 8. Juli 2016

gleich geht's los

Servus zusammen,

Jetzt gehts wieder los. Nur noch schnell den letzten Arbeitstag rum bringen und schon ist Urlaub!
Gestern Abend habe ich noch zum EM-Halbfinale-Spiel Deutschland-Frankreich. Meine sieben Sachen gepackt. Geholfen hatte es leider nichts. Deutschland scheidet gegen den Gastgeber aus.


Der Wecker klingelt und als ich mein Wohnzimmer betrete grinsen mich meine Koffer und der Packsack schon an. Ich denke mir: "Etwas müsst ihr euch noch gedulden"
In die Arbeit fahre ich heute mal mit dem Moped. Gegen meine Regel für 2016. Ich möchte dieses Jahr meine gute Transe mal etwas schonen und sie daher im Alltag etwas weniger einbinden.

Die Arbeit ist um 17:30Uhr aus und der Urlaub kann beginnen. Bevor ich die Koffer allerdings ans Moped klatschen kann steht noch ein Spiel bei meinen zweiten Hobby an.
Unser Team, die Blue Bones, muss sich gegen die Chiefs behaupten. Was ein geniales Spiel! Wir müssen sogar ein Extra-Inning absolvieren. Am Ende gehen die Blue Bones mit einem Punkt Vorsprung vom Platz. Jipiii!


Nach dem Spiel schwinge ich mich zügig auf die Transe und fahre erst nochmal heim. Meine Koffer warten auf mich. Ich drücke mir noch schnell die Reste aus dem Kühlschrank zwischen die Kiemen und springe nochmal fix unter die Dusche.

Um ca 22:45Uhr bin ich endlich auf der Straße. Voll bepackt geht es ab zu Tommy. Denn dieses Jahr begleitet mich Tommy bei Balkan3.0. Ich will ihn von der tollen Landschaft und den hilfsbereiten Menschen überzeugen.
Es ist bereits 0:30Uhr als ich bei Tommy auf den Hof fahre. Den Abend/Nacht quatschen wir noch bei Bier über die anstehenden 9 Tage. Ich denke Tommy wird es gefallen. Habe ich doch ein paar tolle Sehenswürdigkeiten und Strecken gefunden. Ein paar von Ihnen kenne ich bereits.